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11.05.2018

UNESCO-Weltdokumentenerbe Goldene Bulle: Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

Das Frankfurter Exemplar der Goldenen Bulle, © Foto: Uwe Dettmar, Institut für Stadtgeschichte
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(ffm) Am Donnerstag, 17. Mai, referiert Michael Matthäus, Historiker und Leiter der Alten Abteilung im Institut für Stadtgeschichte, im Rahmen der Europawoche 2018 zum Thema „Die Frankfurter Goldene Bulle: UNESCO-Weltdokumentenerbe und historische Bedeutung“.

Das Institut für Stadtgeschichte verwahrt mit dem 1366 ausgefertigten Frankfurter Exemplar der Goldenen Bulle Kaiser Karls IV. von 1356 ein herausragendes Verfassungsdokument der deutschen und europäischen Geschichte. Die sieben Ausfertigungen der Goldenen Bulle und die Prachthandschrift König Wenzels von 1400 wurden im Juni 2013 in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen.

Nachdem es immer wieder zu Streitigkeiten und Kriegen um die Königsthronfolge gekommen war, schuf Kaiser Karl IV. (1346/49-1378) mit der Goldenen Bulle eine reichsrechtliche Regelung für die Wahl eines neuen Königs. Der Name leitet sich von dem goldenen Siegel der Urkunde ab und wurde seit dem 15. Jahrhundert gebräuchlich.

Die Goldene Bulle beeinflusste auch Frankfurts Historie entscheidend: Neben der günstigen geografischen Lage und den beiden Handelsmessen war es vor allem der in der Urkunde festgeschriebene Status als Wahlort (und seit 1562 auch als Krönungsort), der Frankfurt zu einer der zentralen Städte Deutschlands über das Ende des Alten Reiches hinaus werden ließ.

Die in Kooperation mit dem Referat für Internationale Angelegenheiten angebotene Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Refektorium des Karmeliterklosters, Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter E-Mail info.international@stadt-frankfurt.de ist erforderlich. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich. Aktuelle Informationen unter http://www.stadtgeschichte-frankfurt.de .