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14.02.2018

Sich für das Wesentliche Zeit nehmen

Bürgermeister Becker betont Bedeutung der Fastenzeit

(kus) Mit dem Ende der Fastnachtszeit beginnt an Aschermittwoch, 14. Februar, die Fastenzeit. Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker weist auf die Bedeutung der Fastenzeit vor Ostern hin, die für ein intensiveres Erleben und Reflektieren im Alltag durchaus genutzt werden kann.

„Bestimmten liebgewonnenen Gewohnheiten in der Fastenzeit zu entsagen und sich mit den christlichen Werten in sich selbst und in unserer Gesellschaft auseinander zu setzen, tut der Seele gut. Auch wenn es nur ein scheinbar kleiner Verzicht ist, kann er einem neue Kraft und Stärke schenken“, sagt Uwe Becker, der bis Karsamstag auf Kaffee verzichten möchte.

Als Fasten- oder Passionszeit wird der 40-tägige Zeitraum des Fastens und Betens zwischen Aschermittwoch und Karsamstag zur Vorbereitung auf Ostern bezeichnet. In dieser Zeit erninnern die Christen an das Leiden und Sterben Jesu Christi und bereiten sich auf die Botschaft der Auferstehung vor. Kalendarisch dauert die Fastenzeit allerdings länger als 40 Tage, weil man die Sonntage als Feiertage vom Fasten und Büßen ausgenommen hat.

Die Möglichkeiten für die Fastenden sind vielfältig. Verzichtet werden kann beispielsweise auf Alkohol, Fleisch oder Zucker, Fernsehkonsum, Computerspiele, das Smartphone oder auch das Auto. In den kommenden sieben Wochen die Routinen des Alltags zu hinterfragen und eine neue Perspektive einzunehmen und vielleicht zu entdecken, worauf es im Leben ankommt, ist eine lohnenswerte Erfahrung.

„Die Fastenzeit hat einen christlichen Hintergrund, dessen man sich bewusst sein sollte, doch alle Menschen, ob christlichen Glaubens oder nicht, können diese Zeit nutzen, um über eigene Alltagsgewohnheiten nachzudenken und Platz für Veränderungen zu schaffen. Wir sollten uns für das Wesentliche bewusst Zeit nehmen“, betont Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker.

Die Evangelische Kirche hat in diesem Jahr das Motto „Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen“ gewählt. Sieben Wochen sind die Fastenden dazu eingeladen, in Zeiten populistischer Schmähkampagnen und der Ausgrenzung von Minderheiten aufzustehen und Gesicht zu zeigen.